"Die Zeiten"

Angeregt durch einen Kunstliebhaber, werde ich in diesem Beitrag, die Entstehung meiner „Schlingen-Bilder“ und deren Bedeutung und Werdegang näher bringen und beschreiben.

 

Solange ich denken kann oder wenn ich im Nachhinein meine Bilder aus vergangenen Zeiten anschaue, war ich schon immer fasziniert von dem Runden.

Kein Anfang, kein Ende und Ausdruck von Harmonie , es bedeutet für mich Bewegung und Leben.

 

Es hat etwas von Unendlichkeit und Energie, die nicht greifbar ist, aber doch wie die Materie , sich manifestiert und uns erkennen lässt, was es darstellt oder wir meinen es zu Wissen.

....und genau so ist es mit meinen Bildern aus der Serie „Die Zeiten“.  

 

Das Schlüsselbild, also das Erste aus der Reihe „Die Zeiten“ erklärt alle folgenden Bilder und sollte immer mit einbezogen werden, sonst wird es schwieriger die nachfolgende Werke zu „lesen“.   

 

 

 

 

„VERGANGENHEIT,GEGENWART, ZUKUNFT1“,

Das Schlüsselbild!   

Und es ist ausgezeichnet mit dem „Finalist Award“2020 der Camelback Gallery, Arizona 

 

 

Während der Entstehung dieses Bildes wußte ich schon, das etwas Neues beginnt und Nein, ich wußte nicht wohin die Reise geht, ich war einfach nur fasziniert von dem Gefühl etwas erschaffen zu haben, dass mir so eine innere Zufriedenheit gab.

Förmlich verlor ich mich in diesem Bild, dass mir tatsächlich bei den folgenden Bilder auch immer wieder passierte.

Bei meinem aktuellen Werk ist es genau so, eine Meditation, eine Reise, ein Tanz, ein Glücksgefühl, dass mich malen lässt, ohne Konzept, Skizze, Vorlage und das komplett planlos😉

 

Zurück zu den „Schlingen“, warum Schlingen?, vielleicht ist die Antwort darauf, weil sie eine Dynamik vermitteln und das versteckte im Bild noch nicht freigeben, da es am entstehen ist und einen Prozess anzeigt, der uns diese Energie spüren lässt. (Mein Mann würde jetzt wieder sagen „Sehr pathetisch!“)

 

Die Schlingen sind perfekt geeignet, um „Die Zeiten“ darzustellen. Mit der Geburt bekommen wir „Wollknäule“ (siehe Schlüsselbild) mit auf den Weg, die abgerollt, verarbeitet, gelebt und verlebt werden. Die Zeit macht keinen Unterschied zwischen Kultur, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht, sie tickt unaufhörlich weiter.

 

Wie bewußt wir unsere eigene Zeit erleben, haben wir selbst in der Hand. Ich möchte mit meinen Bildern aufmerksam machen und dazu auffordern einmal inne zuhalten, um für sich selbst zu spüren, ob tatsächlich die Gegenwart gelebt wird oder in einer Endlosschleife aus Vergangenem festhängt oder nur das Morgige im Sinn hat, weil die Angst vor dem Unbekannten uns dominiert?

Still wird diese Frage von den dargestellten Augen auf meinen Bildern gestellt:

                                                                                                                      „Lebst Du?“

 

Augen sind für mich das ehrlichste an einem Menschen, sie sprechen eine eigene Sprache, sie können lachen, weinen, zornig, abschätzig schauen, aber auch voller Mitgefühl und das Schönste überhaupt „ mit liebenden Augen zu sehen“.

 

Meine Bilder werden erst durch den Betrachter, durch Dich, vollständig und jedesmal wird es eine andere Wirkung und Aussage haben, da Deine Augen etwas sehen, dass Anderen verborgen bleibt….                                                                             

        Es ist DEIN Leben! 

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